Freitag, 29. April 2011

Dreckige Welt.

Abends bin ich zu Merlin gefahren. Ich fahre verdammt gerne zu Merlin. Er hat viel Alkohol, er hat oft Gras und er hat zwei Shishas. Und er ist ein Sonnenschein. Ich weiß das es ihm nicht gut geht, er steht kurz davor seinen Vater zu verlieren. Aber das ist mir egal, weil ich ein selbstsüchtiges Miststück bin. Wenn er lacht und seine Witze reißt kann ich nicht weinen, nicht traurig sein.
Sie retten mir das Leben, "meine" Jungs. Corny, Merlin, Andi, Niko und Paddy. Auch mein Felix, du rettest mich an diesen freitag Abenden wenn ich nicht mehr laufen kann, danke für die vielen tausend Meter die du mich schon getragen hast, danke für jedes inhaltlose Gespräch das ich geführt habe um mich abzulenken.
Um 5 Uhr bin ich nachhause gefahren. Eigentlich wollte ich zu Andi, aber als ich dann um 5:30 in Frankfurt am Hauptbahnhof saß, ohne Handy Akku, allein zwischen alkoholleichen, ignoranten Bahnhofspolizisten und extrem beschäftigten Anzugträgern hatte ich keine Lust auf gut glück nach Schwalbach zu fahren um am Limes Bahnhof zu sitzen und zu hoffen das er sich erinnert mich um 6 abzuholen. Um die dramatik meiner Situation zu untermalen hab ich noch in die Bahn gekotzt, ekelhafte Alkoholkotze, flüssig mit endlosen würgereiz. Widerlich. Aber alle anderen waren mindestes ebenso besoffen oder eingeschlafen, störte also keinen.
Nach 20 Minuten bin ich zuhause ausgestiegen, musste mich am Zaun neben der Station festhalten, schwindelanfall. Ekelhaft. Musste wieder kotzen, oder auch nicht. Weiß ich auch nicht mehr. Als ich dann nach hause gelaufen bin war alles so unwirklich. Eine lange Straße, viele Bäume, rosa Blüten auf dem Boden versteut. Diese Welt ist so hässlich, so dreckig. Wie oft habe ich auf dieser Straße legen, geraucht und getrunken, mal wütend, mal traurig, aber meistens einfach stumpf und leer. Aber nichts könnte das ändern, ich sitze in diesem Loch, ich bin mir sicher jeder kennt dieses Loch, aber ich bin irgendwieso lang hier drin, so tief.
Ich habe keinen Grund, ich habe kein Recht, aber ich bin einfach gestört. Gibt keine Rechtfertigung.
Ich bin eben nicht perfekt.

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