Mittwoch, 25. Mai 2011

wir leben viel zu schnell. wir sind mit 15 so weit wie unsere eltern es vielleicht mit 23 waren. wir waren  mit 13 schon zugedröhnt. mit 15 trinken wir jeden tag alkohol. kein bier, tequila, absint & wodka, denn nur das macht einen montag erträglich.
morgens die ersten zigaretten, der kaffee ist schwarz, so stark wie möglich, in der nacht haben wir schließlich nicht geschlafen. zu viel geweint, zu viel gedacht. die ganze nacht gekämpft, stark geblieben, aber am morgen wo klar war das dieser tag genauso trostlos wird nachgegeben, geschnitten, geblutet, gelitten. in der schule gelangweilt, nichts verstanden. nicht zugehört. in schnelldurchlauf alles an sich vorbei rauschen gelassen. nach der schule raus, raus, raus. weg von den lehrern, pflichten, menschen.
nachhause. ins bett, der unendlichen müdigkeit nachgeben. alpträume. aufwachen, draußen fast wieder dunkel, mutter ruft zum essen. angst. wir haben angst, panische angst vor dem essen. laufen durch das zimmer, suchen eine flasche zum befüllen. trinken 2 liter leitungswasser in 5 minuten. der magen muss voll werden, das nichts mehr reinpasst, am aller wenigsten essen. also gehen wir hin, mit schrecklichen bauchschmerzen, wir meiden den spiegel im flur, wir wissen ja was wir sehen würden. wir sitzen am tisch, vor uns leckeres essen, duftend, warm. wir schalten ab. schaufeln in uns rein. essen alles, nehmen nochmal nach, essen auf. dann noch nachtisch, schadet jetzt ja auch nicht mehr. alles zu spät.
also sitzen wir wieder in unserem zimmer. was haben wir getan?! warum haben wir soviel gegessen?! wieso haben wir wieder geschnitten?! warum, warum können wir nicht mehr ohne? die fragen tuen weh, also nochmal raus. es ist schon 23 uhr, egal. also aus dem fenster, los laufen, beim kumpel klingeln. zur tanke, alkohol und zigaretten kaufen, um 00 uhr wieder im bett. aber wir können nicht schlafen. weil wir zu viel denken, zu viel weinen. und wir versuchen so krampfhaft stark zu sein, aber wir sind es einfach nicht.

2 Kommentare:

  1. Bis auf den Alk und die Zigaretten läuft das bei mir genau so ab. GENAU SO. Wäre meine Mutter nicht, würde wohl aber auch das dazugehören. Ich wunder mich immer noch, wie ähnlich sich unsere scheiß Leben sehen.
    Du schreibst echt gut, Affie. :)
    Ich will dich sehen <3

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